Die Experten des ADAC verfügen über jahrzehntelange Erfahrung im Bereich der Sicherheit auf unseren Straßen. Jetzt hat das Magazin wichtige Tipps für Eltern verfasst, die man sich anschauen sollte.

1. Der beste Schulweg?

Das ist nicht immer der Kürzeste. Wenn ein Umweg über eine Fußgängerampel oder durch wenig befahrene Straßen führt, sollte dieser gewählt werden.

2. Wo lauert die größte Gefahr?

Ganz klar beim Überqueren der Fahrbahn. Versuche deinem Kind beizubringen, die Autofahrer anzuschauen. So erkennt man, ob man selbst gesehen wird. Und bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter reflektierende Westen oder Sticker tragen. TEILEn e.V. verteilt Tausende davon über freie Kfz-Werkstätten, die sich an der Aktion „Pass auf“ beteiligen.

3. Was ist eine gute Vorbereitung auf den Schulweg?

In jedem Fall den Weg mit dem Kind erst einmal abgehen und auf Gefahrenstellen hinweisen. Aber man muss wissen: Ein wirkliches Bewusstsein für Gefahren entwickelt sich erst noch in der Schule. Daher immer wieder mit dem Kind üben und den Weg gemeinsam abgehen.

4. Soll ich mein Kind dauerhaft begleiten?

Zumindest die ersten Wochen. Vertraue aber den Kleinen, sobald sich ein Sicherheitsgefühl eingestellt hat. Auch die Selbständigkeit ist wichtig.

5. Wie erleben Sechsjährige den Verkehr?

Denke daran: Kindern in dem Alter fehlt Größe und Übersicht, ihr Blickfeld ist eingeschränkt, Geräusche noch nicht wirklich vertraut. Auch das Einschätzen von Geschwindigkeit macht Probleme. Das zeigt auf, dass nur Übung zu mehr Sicherheit führen kann.

6. Ab wann mit dem Fahrrad zur Schule?

Experten raten: Nicht vor der 3. oder 4. Klasse. Dann hat meist auch eine Fahrradausbildung in der Schule stattgefunden. Jüngere Kinder sind in komplexen Fahrsituationen sehr wahrscheinlich überfordert.

7. Und wie sieht es mit einem Roller aus?

Das kommt erst infrage, wenn das Kind den Schulweg und seine Gefahren aus dem Eff-eff kennt. Und natürlich muss auch der Umgang mit dem Tretroller bestens klappen.

8. Soll ich das Kind mit dem Auto bringen?

Eigentlich nicht. Eltern verursachen vor Schulen gerne ein Verkehrschaos. Außerdem lernen die Kinder so kein verantwortliches Teilnehmen am Straßenverkehr, was aber für ihre Sicherheit ganz wichtig ist. Daher besser: üben, üben, üben.