Das Magazin „Der Spiegel“ berichtete in seiner Ausgabe 10/2017 über ein zunehmendes Phänomen. Immer mehr Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. War es im Jahr 1980 nur jedes zehnte Kind, stieg die Zahl aktuell auf unglaubliche 50 %. Bestimmt ist diese Art der Fürsorge gut gemeint. Aber nicht nur Medien, sondern auch Lehrer und die Polizei berichten von zunehmenden unerwünschten Nebenwirkungen. Vor vielen Schulen entsteht morgens und mittags ein regelrechtes Verkehrschaos, das ganz nebenbei nicht ungefährlich ist. Viele aus- oder einsteigende Kinder begegnen einer Vielzahl an- und abfahrender Autos. Nicht immer sind müde Kinder dann wirklich aufmerksam, die Unfallgefahr steigt hier dramatisch. Gerade an großen Schulzentren war die Situationen schon derart prekär, dass die Polizei für eine akzeptable Verkehrssituation sorgen musste. Der Wunsch nach einem sicheren Schulweg wurde also in sein Gegenteil verkehrt.

 

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Pädagogen weisen auf einen weiteren negativen Nebeneffekt hin. Kinder müssen den Schulweg, dessen Hindernisse und Gefahren, auch praktisch erlernen. Eltern, die ihre Kinder per Auto zur Schule bringen, verhindern damit ein Sammeln wichtiger Erfahrungen. Das Erleben und Einschätzen kritischer Situationen gehört zum Lernen und Heranwachsen dazu. Kinder, die mit Gefahren selten oder nie konfrontiert werden, sind in der Folge gefährdeter als jene, die mehr praktische Erfahrung mitbringen. Eltern sind außerdem nicht zu jeder Zeit gegenwärtig und auch nicht in der Lage, alle Gefahren von ihren Kindern fernzuhalten. Sie sollten es noch nicht einmal. Aus den beschriebenen pädagogischen Gründen.

 

Eltern, Lehrern und Erziehern, die mit Kindern alltägliche und gefahrenträchtige Verkehrssituationen einüben wollen, steht auf www.teilen-ev.de eine praktische sowie umfangreiche Lernsoftware zur Verfügung.